{"id":76240,"date":"2020-07-02T12:17:04","date_gmt":"2020-07-02T12:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/julius-k9.com\/lernen-soll-zur-freude-werden\/"},"modified":"2021-11-15T19:55:51","modified_gmt":"2021-11-15T19:55:51","slug":"lernen-soll-zur-freude-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/julius-k9.com\/de\/lernen-soll-zur-freude-werden\/","title":{"rendered":"Lernen soll zur Freude werden!"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong>In den letzten 20 bis 25 Jahren haben sich die Hundeschulen stark ver\u00e4ndert. In den 1990er Jahren fanden die meisten Stunden streng an der Leine statt und Hunde wurden mit einem Zug an der Leine dazu gebracht \u201eBei Fu\u00df\u201c zu gehen. Heute hat sich die Welt der Lernmethoden gedreht und die meisten Hundeschulen, die sich mit Familienhunden besch\u00e4ftigen, legen mehr Wert auf ein harmonisches Zusammenleben als auf pr\u00e4zise Aufgabenausf\u00fchrung. Statt Zwang r\u00fcckte der Motivationsunterricht im Training in den Vordergrund. Wenn die Motivation stimmt, lernt der Hund<\/strong> <strong>gerne und freiwillig und wir m\u00fcssen den Hund z.B. nicht mit Gewalt hinten runterdr\u00fccken, damit er lernt sich auf Befehl hinzusetzen.<\/strong><\/p>\n<p>Um unseren Hund gut und effizient zu unterrichten, m\u00fcssen wir zuerst herausfinden, was ihn wirklich motiviert. Einige Hunde w\u00fcrden alles f\u00fcr einen Leckerbissen tun, w\u00e4hrend andere eher durch ein Spielzeug oder die freudige Stimme des Hundehalters motiviert werden k\u00f6nnen. Und wenn wir Gl\u00fcck haben, mag unser Liebling alles.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wurst, K\u00e4se, Braten<\/strong><\/p>\n<p>Das offensichtlichste Instrument zur Motivation ist das Essen, das auch von der Mehrheit der Hundeschulen verwendet wird. Ein guter Leckerbissen ist etwas Besonderes und man muss nicht daran kauen, es rutscht einfach leicht runter. Trockenfutter ist daher im Grunde nicht das Richtige. Es lohnt sich stattdessen eher K\u00e4se, Wurst oder andere, nicht-trockene Leckereien zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-76208\" src=\"https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun1.jpg\" alt=\"\" width=\"940\" height=\"627\" srcset=\"https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun1.jpg 940w, https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun1-300x200.jpg 300w, https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es kann sein, dass unserem Hund Zuhause das Leckerli nimmt, aber er das gleiche Leckerli auf der Stra\u00dfe oder in der Schule ausspuckt, weil er es hier nicht nehmen will. Dies ist ein v\u00f6llig normales Ph\u00e4nomen und es lohnt sich in solchen F\u00e4llen einen st\u00e4rkeren, besonderen Leckerbissen zu w\u00e4hlen, wie gebratenes Fleisch oder etwas, was unser Liebling wirklich mag.<\/p>\n<p>Anstelle von Futter k\u00f6nnen wir auch ein Spielzeug verwenden, um den Hund zu belohnen. Es k\u00f6nnte ein Ball sein, den wir wegwerfen, oder ein Spielzeug, was wir beide festhalten und Zerrspiele machen k\u00f6nnen. Wichtig ist, dass es etwas ist, das den Hund wirklich motiviert.<\/p>\n<p>Wenn wir m\u00f6chten, dass unser Hund immer gerne mit uns lernt, sollten wir auf strenge Disziplinierung w\u00e4hrend des Unterrichts weitgehend verzichten. Andernfalls kann eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Bestrafung w\u00e4hrend des Unterrichts dazu f\u00fchren, dass der Hund nicht mit uns arbeiten will, was nur zu weiterer Frustration f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Auch ist es wichtig, darauf zu achten, wie unsere Stimmung w\u00e4hrend des Unterrichts ist. Wenn wir begeistert dabei sind und den Unterricht genie\u00dfen, wird es auch unser Hund sein. Denn wenn wir den Unterricht langweilig finden, d\u00fcrfen wir auch von unserem Hund nicht erwarten, dass er freudig h\u00fcpfend die Aufgaben erledigt. Wenn wir m\u00fcde und ungeduldig sind, fangen wir lieber erst gar nicht mit der \u00dcbung an, denn das w\u00fcrde eher Schaden anrichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-76217\" src=\"https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun2.jpg\" alt=\"\" width=\"940\" height=\"627\" srcset=\"https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun2.jpg 940w, https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun2-300x200.jpg 300w, https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun2-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Clickern \u2013 die Methode, die den Unterricht von Tieren revolutionierte<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Unterrichts wird das Leckerli in der Regel als sogenannte prim\u00e4re Best\u00e4tigung verwendet. D.h. \u00a0wenn der Hund sich z.B. hinsetzt, erh\u00e4lt der Hund sofort den Leckerbissen. Aber wenn der Hund sehr aufgeregt ist und er vom \u201eSitz\u201c sofort aufsteht, haben wir es schwerer, da er wenn er aufsteht, ja schon etwas anderes macht, wenn wir ihm den Leckerbissen geben. Genauso ist es auch, wenn er weiter weg von uns ist und wir ihn f\u00fcr etwas belohnen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Eine ausgezeichnete Lernmethode, positiv zu \u00a0best\u00e4tigen, ist auch das Training mit dem Clicker. In diesem Fall verwenden wir ein Ger\u00e4t zum Klicken (Clicker), um dem Hund zu signalisieren, dass er einen guten Job gemacht hat und er daf\u00fcr einen Leckerbissen bekommt. Dies wird als sekund\u00e4re Best\u00e4tigung bezeichnet. Nat\u00fcrlich bedeutet der Klang des Clickers dem Hund erst einmal nichts, aber wir m\u00fcssen ihm beibringen, dass auf den Klick immer eine Belohnung folgt. Der einfachste Weg dies zu tun, ist den Hund zun\u00e4chst so zu f\u00fcttern, dass man ihm nach jedem Klick ein Leckerli gibt. Wenn wir nach ein paar Tagen feststellen, dass unser Liebling nach dem Klicken auf das Essen wartet, dann k\u00f6nnen wir den Clicker w\u00e4hrend des Unterrichts benutzen.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Vorteil des Clickers ist, dass er einen unverwechselbaren Klang hat, der immer gleich ist, egal wo Sie sind. Mit diesem kurzen Klick-Sound k\u00f6nnen wir den Hund wissen lassen, wann er etwas gut gemacht hat und es okay ist, wenn der Leckerbissen dazu etwas sp\u00e4ter kommt.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_message message_box_color=&#8220;peacoc&#8220;]Diese Art der Lehrmethode wurde zuerst beim Unterrichten von Meeress\u00e4ugern verwendet. Denn Zwang ist f\u00fcr sie keine praktikable Option, daher wird ihnen beigebracht, dass sie nach einem Pfeifton einen Fisch bekommen. Dies macht es einfach, Robben auf der anderen Seite des Pools zu signalisieren, wenn sie etwas richtig machen. Die Methode wird heutzutage nicht nur bei Haustieren, sondern auch bei Wildtieren im Zoo erfolgreich eingesetzt, beispielsweise bei der Vorbereitung auf tier\u00e4rztliche Untersuchungen.[\/vc_message][vc_empty_space][vc_column_text]Viele Menschen haben Angst, den Clicker zu benutzen, weil sie denken, dass sie von da an f\u00fcr den Rest ihres Lebens einem Clicker und einem Leckerli bei sich haben m\u00fcssen. Aber das ist nicht der Fall. Wenn der Hund gelernt hat eine Aufgabe auf Befehl auszuf\u00fchren, kann der Clicker weggelassen werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus er\u00f6ffnet sich uns, mit dem Clicker, auch eine v\u00f6llig andere Lehrmethode, <em>das Shaping<\/em>. Das Wesentliche hierbei ist, dass der Hund anstelle des Hinf\u00fchrens, z.B. mit Hilfe eines Leckerlis, selbst herausfinden muss, was die Aufgabe ist. Es ist wie das Hei\u00df-Kalt-Spiel. Wenn er in die richtige Richtung geht, bekommt er einen Click und eine Belohnung, sonst bekommt er nichts. Da der Hund die ganze Zeit \u00fcberlegen muss, erinnert er sich viel besser an die Aufgaben, die er durch das Shaping gelernt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mach es mir nach!<\/strong><\/p>\n<p>Tiere lernen sehr gut von ihren Artgenossen &#8211; egal, ob es darum geht, Nahrung zu bekommen oder sich um den Nachwuchs zu k\u00fcmmern. Allerdings ist der Hund ein besonderes Wesen, weil er nicht nur von anderen Hunden lernen kann, sondern auch von Menschen. Der Name der darauf basierenden Lehrmethode ist \u201c Do As I Do\u201c, was auf Deutsch &#8222;Mach es mir nach&#8220; bedeutet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-76227\" src=\"https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun3.jpg\" alt=\"\" width=\"940\" height=\"627\" srcset=\"https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun3.jpg 940w, https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun3-300x200.jpg 300w, https:\/\/julius-k9.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Make-learning-fun3-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den \u201eDo As I Do\u201c- Trainings wird dem Hund zun\u00e4chst, durch ihm bekannte Tricks beigebracht, dass er seinen Besitzer auf Befehlt imitieren soll. Danach k\u00f6nnen neue Arten von Verhalten folgen. Diese Methode eignet sich grunds\u00e4tzlich f\u00fcr komplexere Aufgaben. Wenn wir unserem Liebling beispielsweise beibringen m\u00f6chten, dass er eine leere Flasche von einem kleinen Tisch auf einer Seite des Raumes weg nehmen und in den M\u00fclleimer werfen soll, \u00a0dann ist \u201eDAID\u201c eine sehr gute Methode, dies zu erlernen. Aber sie eignet sich nicht dazu, ihm eine normale Gehorsamsaufgabe beizubringen.<\/p>\n<p>Egal, welche positive Methode wir w\u00e4hlen um den Hund zu unterrichten, die gemeinsame Zeit zahlt sich auf jeden Fall aus. Als Konsequenz des Unterrichts achtet unser Liebling nicht nur besser auf uns, sondern es wird auch die Beziehung zwischen uns gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p><em>Orsolya Varga-Moln\u00e1r<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um unseren Hund gut und effizient zu unterrichten, m\u00fcssen wir zuerst herausfinden, was ihn wirklich motiviert. 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